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Braten wie die Wikinger mit geschmiedeten Eisenpfannen 

Braten wie die Wikinger mit geschmiedeten Eisenpfannen

Braten wie die Wikinger mit geschmiedeten Eisenpfannen

Geschmiedete Bratpfanne aus Eisen haben in den letzten Jahren eine Renaissance erfahren. Sie erkennen diese Pfanne an ihrer charakteristischen ungleichmäßigen Oberflächenstruktur, die durch die Bearbeitung in der Schmiede entstanden ist.

Für den routinierten Koch ist die Eisenpfanne unentbehrlich zum schnellen Anbraten von Steaks oder Filets vom Rind, ebenso von Lammfleisch. Auch Bratkartoffeln gelingen in ihr ganz hervorragend. Sie werdsen schön kross und behalten ihr volles Kartoffelaroma.

Die Schmiedeeisenpfanne vereint eigentlich alle Vorteile anderer Pfannenmaterialien: Sie hält die Wärme gut. Nur die Gusseisenpfanne ist noch besser in der Wärmespeicherung. Mit stärkster Flamme oder maximaler Platteneinstellung ist die Eisenpfanne im Nu hoch erhitzt und gibt die Wärme 1:1 an die Bratfläche weiter. Nach dem Absschalten der Energiezuführ erkaltet die Eisenpfanne verhältnismäßg schnell. Das hat den Vorteil, dass man die Bratzeit wunderbar unter Kontrolle halten kann. Beim scharfen Anbraten mit höchster Energiezufuhr wird stets zuerst die Pfanne erhitzt, dann Fett oder Öl zugegeben und anschließend das Fleisch hineingelegt. Bei Bratkartoffeln läuft es genauso wie beim Anbraten von Fleisch: außen bildet sich in der heißen Pfanne schnell eine geschlossene Kruste, und innen können die Kartoffeln durchziehen, ohne auszutrocknen.

In einer richtig eingebratenen Eisenpfanne klebt nichts an. Die leicht poröse Struktur des Eisens saugt das Fett im Laufe der Zeit immer mehr auf. Damit bildet sich sozusagen eine natürliche Beschichtung. Schmiedeeisenpfannen sind robust und unverwüstlich. In dieser Pfanne kann auch mit Metallwendern kratzen. Und sie ist leicht zu reinigen und zu pflegen. Was will man mehr? Trotz ihrer rauhen Erscheinung ist die „moderne“ Schmiedeeisenpfanne nicht nur für das offene Feuer eines Grills geeignet. Der Boden ist glatt und plan. Er verzieht sich auch beim Erhitzen der Pfanne nicht, so dass die Pfanne auch auf einem Gas-, Elektro- und Induktionsherd eingesetzt werden kann. Ebenso wie die Gusseisenpfanne muss die Pfanne aus Schmiedeisen eingebraten werden. Dazu wird sie bei maximalen Temperaturen unter Beigabe von Schmalz, Kartoffelscheiben und Salz 10-15 Minuten erhitzt. Anschließend die Pfanne abkühlen lassen und mit einem Küchentuch auswischen. Am Schluss die Pfanne leicht einfetten. Spülmaschine und Scheuermittel sind generell nicht notwendig. Einfach nach Gebrauch mit Küchenpapier auswischen. Bei stärkerer Verkrustung in etwas Wasser einweichen und mit heißem Wasser abspülen. Sollte die Eisenpfanne abgewaschen werden, dann sorgfältig trockenreiben und danach wieder mit etwas Öl einfetten. Falls sich einmal Roststellen zeigen, was bei nicht so häufigem Gebrauch schon mal vorkommen kann, können sie mit einem handelsüblichen Scheuermittel entfernt werden. Danach aber die Eisenpfanne wieder leicht fetten oder ölen.

Was lässt sich eigentlich Negatives über die Schmiedeisenpfanne sagen? Eigentlich nichts. Sie ist die optimale Pfanne, sieht man einmal davon ab, dass sie im Laufe der Jahre etwas anlaufen kann. Aber das schränkt ihre Funktionsfähigkeit und den Geschmack des Bratguts in keinster Weise ein. Im Gegenteil: die Bratergebnisse werden immer besser. Handegeschmiedete Eisenschmiedepfannen sind im Einzelhandel nicht so leicht erhältlich, da sie nicht industriell in größeren Stückzahlen angefertigt werden. Von der Struktur und auch in der Größe ist jede Eisenpfanne unterschiedlich. Das macht jede Eisenschmiedepfanne zu einem Unikat.