Mit ‘Kokotte’ getaggte Artikel

Der Sonntagsbraten – die Renaissance eines Familienrituals

Montag, 29. März 2010

Der Sonntagsbraten – die Renaissance eines Familienrituals

Kennen Sie das nicht auch aus Ihrer Kindheit? Sonntags nach dem Frühstück verschwand die Mutter in der Küche und tauchte erst wieder auf, wenn zur Mittagszeit würziger Bratenduft in der Luft lag und sich alle Generationen erwartungsfroh um einen großen Tisch versammelten. Dann kam seine Stunde, die er als Ehrengast in der Mitte des damastgedeckten Tisches zelebrierte, um vom Hausherrn fachgerecht zerteilt und von der fröhlichen Runde unter andächtigem Schmatzen verzehrt zu werden. Der Sonntagsbraten, ein Ritual, ein Mythos, eine richtig feine Sache.

Als die Küche leicht und international wurde, geriet das große Bratenstück zu Unrecht in ihren Schatten. Schnelle Pfanne war angesagt, Kurzgebratenes in aller Munde, Fleischskandale sorgten für Unruhe. Aber in Zeiten, in denen der gemeinsame Mittagstisch – zumindest in den Städten – der Vergangenheit angehört, die Zahl der Einzelhaushalte steigt und der sonntägliche Brunch triumphiert, feiert er doch wieder fröhliche Urständ – ein Braten ist mehr als ein sattmachendes, reichlich Protein und Vitamine spendendes Nahrungsmittel, er ist Trost und Reminiszenz, Emotion und Labsal, verspricht Feierlichkeit und Lebensqualität.

Gusseisenbräter – Außen schön knusprig und Innen schön saftig

Bestens geeignet für den Sonntagsbraten sind Bräter aus Gusseisen. Bräter, auch Schmortopf oder Kasserolle genannt, haben meistens eine ovale oder runde Form mit Deckel. Es gibt aber auch rechteckige Bräter, wie den Bayerischen Bräter. Bräter sind flacher als andere Töpfe. Die relativ große Fläche dient zum Braten und Schmoren von großem Bratgut, vornehmlich auch im Backofen.  Gusseisenbräter sind ideal für alles, was zunächst scharf angebraten und dann langsam geschmort oder gebraten werden soll. Aufgrund der schonenden Zubereitung behält das Fleisch seinen Eigengeschmack, wird Außen richtig knusprig und bleibt Innen schön saftig.

Wir haben einige unserer Sonntagsbraten-Lieblingsrezepte, die Sie unter dem folgenden Link finden können, für Sie zusammengestellt:
http://www.kochform.de/Der_Sonntagsbraten.htm

Nützliche Werkzeuge
Bräter aus Gusseisen: http://www.kochform.de/Braeter_aus_Gusseisen.htm

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Artikel vorhanden. Wenn du einen Kommentar schreiben möchtest, dann klick bitte hier. »

Vive la Casserolle – Französische Klassiker aus dem Gusseisenbräter Teil 2: Boeuf Bourguignon

Dienstag, 02. März 2010

Vive la Casserolle – Französische Klassiker aus dem Gusseisenbräter Teil 2: Boeuf Bourguignon

Das wesentliche Geheimnis des Boeuf Bourguignon

…ist  schnell verraten: das Gericht auf kleiner Flamme möglichst so lange schmoren lassen, bis man das Fleisch ohne Mühe mit der Gabel zerkleinern kann. Durch das beigegebene Gemüse wie Zwiebeln und Möhren wird die Sauce schon fast von allein sämig und rund. Der Wein gibt vordergründig sein Aroma, natürlich begleitet von dem einen oder anderen Gewürz wie Lorbeer, französische Kräuter und viel schwarzer Pfeffer. Man könnte sagen, die eigentliche Arbeit “das Schmoren” erledigt sich also fast von allein. Die wichtigsten Gehilfen sind die Zeit und ein solider, hermetisch abgeschlossener Gusseisentopf mit schwerem Deckel, der die meiste Zeit (3-5! Stunden) ohne weiteren Einsatz, aber natürlich unter der feinfühligen Aufsicht des Bourguignonischen “Cuisinier/ères” auf dem Herd vor sich hin gart.

Nicht umsonst haben die Franzosen eine große Auswahl hervorragender Töpfe und wohl bemerkt, auch passgerechte Deckel aller Façons. La “pothine” oder “pothin” ist beispielsweise ein schwerer Gusseisentopf, in dem man das Fleisch entweder über einem offenen Feuer oder am Rand des Küchenherds schmoren lässt. In der Provence gibt es den “daubière”- einen bauchigen Topf aus glasiertem Ton, in dem man traditionsgemäß das Fleisch “en daube” zubereitet. Die 1:1 Übersetzung für Schmortopf ist “la brasière”, in dem das “viande braisée” geköchelt wird. Gängig ist die, mit keck-coquinem Wortklang betitelte “cocotte” oder die verrucht klingende “sauteuse” und “stufato” ist das korsische Wort für Schmorbraten. Die Devise lautete also einfach nur: ist das Fleisch im guten Topf “à la casserole” ist der Braten doch schon fast im sicheren Hafen.

Wie man ein “echtes” Boeuf Bourguignon zubereitet, welche Variationen es von diesem französischen Klassiker gibt, welches Rindfleisch dafür in den Gusseisentopf darf und welcher Wein der ideale Begleiter zu diesem fantastischen Gericht ist, erfahren Sie unter dem folgenden Link:
http://www.kochform.de/Franzoesische_Klassiker_2_Boeuf_Bourguignon.htm

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Artikel vorhanden. Wenn du einen Kommentar schreiben möchtest, dann klick bitte hier. »