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Hackfleisch jederzeit frisch zubereitet mit dem Fleischwolf 

Hackfleisch jederzeit frisch zubereitet mit dem Fleischwolf

Mit einem Fleischwolf lässt sich rohes Fleisch oder Fisch, aber auch gekochtes Gemüse schnell zerkleinern und vermengen. Daher ist ein Fleischwolf hervorragend geeignet zur Herstellung von Tartar, Hackfleisch, Pasteten, Brät und Fleischfüllungen. Hack kann sehr leicht verderben und bietet Bakterien ideale Lebensbedingungen. Mit einem eigenen Fleischwolf kann Hackfleisch je nach Bedarf immer frisch durchgedreht werden. So behalten Sie die volle Kontrolle über den Zeitpunkt der Herstellung.

Das Prinzip des Fleischwolfs ist relativ simpel und einfach: Die grob vorportionierten Fleisch- oder Gemüsestücke werden beim Fleischwolf in einen Trichter gegeben und dann mit Hilfe einer Kurbel oder einem Elektromotor über eine Förderschnecke transportiert, wo die Stücke durch eine Messerscheibe weiter zerkleinert und anschließend durch eine Lochscheibe gepresst werden. Die Mechanik des Fleischwolf und die besondere Kraftübertragung mit einer Kurbel ermöglichen dabei ein einfaches zerkleinern der Fleischstücke ohne großen Kraftaufwand.

Das Pressen durch die Lochschieben erzeugt die typische, filigrane Hackfleischstruktur. Professionelle Fleischwölfe werden mit verschiedenen Lochscheiben angeboten, bei denen die Lochung jeweils unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Dadurch kann das Fleisch in unterschiedlichen Graden zerkleinert werden. Weitere Aufsätze machen sogar die Produktion von Paniermehl oder Würsten sowie die Herstellung von Spritzgebäck möglich.

Besonders hilfreich und begehrt ist der Fleischwolf zur Herstellung von Tartar, dem rohen Hackfleisch, das aus mageren Muskelfleisch des Rinds gewonnen wird und kein Fett und keine Sehnen beinhaltet. Tartar oder auch Schabelfleisch genannt enthalten höchstens 6% Fett. Rinderhack kommt dagegen auf 20% und Schweinehack auf 35% Fettanteil. Am beliebtesten ist eine Mischung aus gleichen Anteilen Rinder- und Schweinhack, die laut Gesetzgeber höchstens 35% Fettanteil beinhalten darf. Diese Mischung ist auch Bestandteil von dem wohl bekanntesten Hackfleischgericht: den Frikadellen, die je nach regionaler Herkunft auch Fleischpflanzerl oder Buletten genannt werden. Natürlich lassen sich auch andere Fleischarten zu Hackfleisch und leckeren Gerichten verarbeiten. So bestehen z.B. die bekannten Königsberger Klopse anteilig aus Kalbshackfleisch. In südeuropäischen oder arabischen Ländern bildet Lammfleisch, häufig in Kombination mit Fleischsorten die Basis für eine Vielzahl leckerer Hackgerichte, wie z.B. Couscous-Bällchen, Cevapcici, griechische Frikadellen. Das intensiv schmeckende Lammfleisch kann mit vielen exotischen Gewürzen verfeinert werden, ohne den Eigengeschmack des Fleisches zu überdecken.

Gute Fleischwölfe lassen sich nach der Benutzung in ihre Einzelteile zerlegen und dann einfach reinigen. Dies sollte äußerst gründlich erfolgen.