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Topf sucht Deckel 

Topf sucht Deckel - Das Balzverhalten von Single-Köchen

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Schon mal an einem Speed-Dating teilgenommen? Im Schnelldurchgang sich etwa 20 Vertretern des gegensätzlichen Geschlechts in jeweils 3 Minuten vorzustellen und genauso lange deren Vorzügen zu lauschen, kann eher anstrengen als antörnen. Lustvoller sind zweifellos Jumping Dinners, bei denen Kontaktsuchende jeweils einen Gang bei 3 verschiedenen Gastgebern zu sich nehmen, in Gesellschaft weiterer bis dato unbekannter Singles. - Was zieht uns im Vorfeld der Liebe an den gedeckten Tisch?

In der Tierwelt geht es oft ganz menschlich zu: Beim Erlenzeisig entscheidet die Länge seiner gelben Gefiederstreifen, ob ein Weibchen sich für ihn entscheidet oder doch besser nach anderen Federn Ausschau hält. Attraktivität lässt hier offenbar auf Pfiffigkeit bei der Nahrungssuche und Nachwuchsaufzucht schließen. Menschenweibchen gehen erwiesenermaßen ganz unbewusst der Nase nach, um beim potenziellen Erzeuger künftigen Nachwuchses (rein hypothetisch und immunbiologisch gesehen) einen anderen MHC ("Major histocompatibility complex") zu orten als man selbst genetisch trägt. Eine reine Vorsichtsmaßnahme der Natur?

Neurologisch betrachtet ähneln Verliebte mehr Drogenabhängigen als vernunftbegabten Wesen. Allerdings eben nur so lange, bis das jeweilige Beuteschema sich erledigt hat. Also, das Bedürfnis, das man bei der Wahl des Partners unbewusst befriedigte. Tauben sind monogam, Menschen eher nicht, leider. Oder gut so?

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Kochen ist sexy, Essen sowieso!

Die Dinnereinladung, die meist bei der zweiten oder dritten Verabredung angesagt ist, hat also durchaus evolutionsbiologische Gründe. Suchen Frauen auch heute noch einen Ernährer für die Familie? Klar, meist unbewusst und oft ganz unbeabsichtigt, so lange ist es noch nicht her, dass unsere Vorfahren in Rudeln lebten, weil so das rein physische Überleben gesichert war. Steinzeit-Singles hätten wohl kaum eine Chance gehabt.

Aber wo ist der beste Ort, sich zu beschnüffeln? Dating im Restaurant zeigt, dass das Männchen bereit ist, in Vorleistung zu gehen, ist aber konventionell. Wer als Single wirklich punkten will, stürzt sich in das Abenteuer, den oder die Verehrte in seinen vier Wänden eigenhändig zu bekochen. Gemeinsam in der Hitze des Herdes zu stehen, schafft geradezu intime Berührungspunkte. Rührt man gemeinsam eine Sauce zusammen, kommt man sich automatisch näher und dringt tiefer in unbewusste Verhaltensweisen vor, als es am Restauranttisch je möglich wäre. In der Öffentlichkeit wahrt man Contenance, am heimischen Herd öffnet Mann schon mal den obersten Kragenknopf, lockert Frau den Gürtel.

Gemeinsam zu kochen und zu genießen kann eine der lustvollsten Angelegenheiten überhaupt sein, bei der es gar nicht so sehr auf besonders ausgefallene erotisierende Zutaten oder aufwändige Zubereitungen ankommt. Die richtigen Gewürze, die anregendsten Kräuter und die Leichtigkeit der Konsistenz transportieren die erotische Botschaft. Vorherige Übungsgänge sind allerdings ratsam. Wenn Gerichte locker-leicht aus der „la mäng“ gelingen, bleibt mehr Zeit, einander tief in die Augen zu schauen und die Vorfreude auszukosten.

Aphrodites Empfehlung an Single-Köche, die nicht allzu viele Umstände machen wollen

Als ausgesprochener Sex-Booster und Muntermacher kurbelt Eiweiß die Bildung von Testosteron an. Von der Vorspeise bis zum Dessert sollte es nicht an Protein fehlen. Komplexe Kohlenhydrate (in Maßen) spenden Power, Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit.

1. Meeresgetier in Rosmarin-Tomate
Hummerkrabben, Garnelen, kleine Oktopusse und/oder Jakobsmuscheln gemeinsam mit frischen Rosmarinzweigen (Scharfmacher!) nicht zu heiß in Olivenöl anbraten. Gehackte Fleischtomaten (Liebesäpfel!) mitdünsten, leicht salzen, Prise Zucker, zwei Fäden Safran, Spritzer Wermut, aufwallen lassen. Auf frisch gekochte feine Pasta setzen, erst am Schluss mit frischem Pfeffer und bestem Olivenöl würzen.

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2. Scharfes grünes Hühnchen
Grüne Currypaste in Erdnussöl anbraten, mit gehacktem Ingwer, Chilischoten und Perlzwiebeln (wecken Endorphine!) andünsten. Mit Kokosmilch aufgießen und mit Zitronengras, Limettenblättern zu einer delikaten Sauce köcheln lassen. Bio-Hühnchenstreifen in Ghee oder Kokosöl leicht bräunen, eine Handvoll Zuckerschoten und Möhrenscheiben (Kontrastfarbe fürs Auge!) mitgaren. Mit Basilikum und Petersilie (Scharfmacher) bestreuen, in das Saucenbett gleiten lassen. Mit zwei Gabeln Wildreis auf einem Bananenblatt servieren.

3. Beerenauslese
Frische oder TK-Himbeeren und Blaubeeren mit Vanillemark, Nelke, Rohrohrzucker und Limettensaft pürieren, mit einem Schuss Tequila und einer Prise Cayennepfeffer vermixen, leicht anfrieren. Über Mascarpone (Eiweiß!) geben und mit Granatäpfelkernen (die stimulierende Frucht der Aphrodite!) dekorieren.

Vorher, dazu und nachher darf's ein spritziger Cava brut oder feiner trockener Crémant sein. Espresso, Mandelkeks und Grappa .. - A la bonne heure!

Variationen nach eigenem Geschmack erlaubt!

Abschied fällt (manchmal) schwer

Nicht nur bei Werbung und Verführung, auch wenn's ernst wird, bleibt's sinnlich-genüsslich. Was früher der Polterabend war, heisst heute Junggesellenabschied. Gefeiert wird streng nach Geschlecht getrennt, und manchmal hüpft ein Häschen aus der Torte. Die Vorlieben lassen sich genderspezifisch bestimmen: Beste Freundinnen gehen gemeinsam auf eine Spa-Tour ins Wellnesswochenende oder lassen am Dessous-Abend mit einem sexy Überraschungsgast die Hüllen fallen. Mann hat es gerne deftiger und aufwändiger - schließlich gilt es einem Lebensabschnitt (nicht ohne Bedauern) Leb wohl zu sagen, der so nicht wiederholbar ist.

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Endlos-Lieblingsfilme-im-gemieteten-Kino-gucken oder Schlemmerbüffets an ausgefallenen Orten - Museum, Theaterkantine, Schiff, leerstehendes Kaufhaus, Leuchtturm, Straßenbahndepot, unterirdische Stollen oder in der Drahtseilbahn - sind noch vergleichsweise leicht zu handeln. Gourmetkochkurse mit einem Drei-Sterne-Koch für komplette Freundeskreise, Weinprobe im Burgund, Segeltörn und Wildnissafari mit Abenteuerfaktor setzen die Meßlatte schon höher.

Anyway - Kochen und Genießen stehen beim Junggesellenabschied oder der „hen's night“ dem Spaßfaktor nicht nach. Nicht selten wird der Trauzeuge oder die beste Freundin zum Organisator, Gastgeber und Koch. Dann kann die Anzahl der Gäste schon etwas Angst machen. Fingerfood ist klasse, aber aufwändig. Gut vorzubereiten und leicht auf den Tisch zu zaubern sind herzhafte Aufläufe, Gratins, Tartes, Quiches. Für viele Esser lassen sich mehrere Auflaufformen vorbereiten und nacheinander in den Ofen schieben. Ein kleines Salat- und Käsebüffet rundet ab.

Ofengemüse
Backblech mit Backpapier auslegen, ölen. Kartoffelhälften mit der Schnittfläche nach unten schon mal 10 Minuten im Ofen vorgaren. Zwiebelhälften, Paprikaviertel, Auberginen- und Zucchinistücke, Fenchelviertel, Tomaten, Schnittknoblauch, Thymian- und Rosmarinzweige, Salbeiblätter zufügen, alles gut mit Olivenöl und Meersalz beträufeln. Zwischen die Gemüse Bio-Zitronenhälften und schwarze Oliven stecken, weitere 15 Minuten garen. Einen Hauch Käse und viel frischen Pfeffer zum Schluss. Mit einer Sauce aus Ziegenfrischkäse und Zitrone, Sauerrahm, Salz, Schnittlauch servieren.

Auflauf - Pfanne oder Panne?

Der Duft lockt uns in die Küche, warm-würzige Wölkchen aus Käsearomen, Speck, Ei, Gemüse und Kräutern verbinden sich zu einer Sinfonie, die uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. (Aha - da haben wir sie wieder, die Duftverführung!) Aufläufe sind eigentlich einfache Charaktere.

1. Die appetitlich goldbraune Kruste, die wir an einem deftigen Stück Fleisch hochschätzen, bretzelt auch Gemüse, Kartoffeln, Reis und Fisch auf. Ohne Fett und Eiweiß aber keine krosse Oberfläche, daher erhalten die von Haus aus fettarmen Nahrungsmittel eine ordentliche Dröhnung aus Sahne, Speck, kräftigem Bergkäse, Butter, Öl oder Ei.

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2. Cremige, mehlige Saucen (Béchamel oder Mornay), kombiniert mit Semmelbröseln, geriebenen Haselnüssen, Meersalz, Butterflöckchen machen gratinierte Gemüse zu einer kleinen Gaumenfreude.

3. Auflaufformen bzw. Gratinformen aus Steinzeug, Glas oder Eisen sind Geschmacksache. Großflächig, flach, feuerfest sollten sie sein.

4. Gratinregel Nummer 1: Kruste im Auge behalten.

5. Süße Gratins mit Zucker karamellisieren oder mit Eierschnee und gehackten Nüssen überbacken.

6. Fischgratins sind etwas anfälliger. Fisch gibt beim Garen viel Wasser ab und trocknet leichter aus. Häufig begießen und mit wasserhaltigen Gemüsebeigaben abpuffern! Gemüse, Kartoffeln, Zwiebeln, Reis, Pilze für Fischaufläufe vorgaren.

7. Gratins sind pure Vielfalt! Auf der Basis von Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Polenta schmurgeln alle Gemüse- und Obstsorten, von Ananas bis Zitrone, von Aubergine bis Zuckerschote, gerne in gut gefetteten Auflaufpfannen. Variationen liefern unterschiedliche Gewürze, Kräuter und Käse.

Fischauflauf Provence
1 kg Fischfilet säubern, trocknen, säuern. Mit Tintenfischringen, dünnen blanchierten Kartoffelscheiben und Zucchinistücken in eine gefettete Form schichten, Brühe angießen. Dicke Tomatenscheiben, Porreeringe, schwarze Oliven, Rosmarin- und Thymianzweige, Knoblauchzehen und geschälte Bio-Zitronenscheiben darüberlegen. Mit feinem Olivenöl beträufeln, auf der unteren Backofenleiste bei 200 Grad ca. 40 Minuten garen.

Variante 1: Lamm- oder Rinderhack und rote Paprikaschoten, mit Schafskäse überbacken.
Variante 2: Kalbshack, Salbei, Pilze, Fenchel, mit Gorgonzola überbacken.

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Fischgratin
Feuerfeste Gratinform buttern, Lorbeerblatt auf dem Boden auslegen. Gesäuerte, leicht gesalzene Fischkoteletts (geben mehr Geschmack ab als Filets) von Lachs, Kabeljau, Barsch darauf legen, mit dünnen Kartoffelscheiben und gehacktem Petersilie & Schnittlauch bedecken. Salzen, pfeffern. Darüber kross gebratene Speckwürfel verteilen. Mit süßer Sahne üppig übergießen, mit Butterflöckchen und Hartkäseraspeln bedecken. Im auf 225 Grad vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten zugedeckt, danach weitere 30 Minuten offen garen, bis eine goldgelbe Kruste entsteht.

Kartoffel-Steinpilz-Gratin
Getrocknete Steinpilze in warmen Wasser einweichen. Speckwürfel in Öl ausbraten, gehackte Zwiebeln darin dünsten. Mit den Steinpilzen, dem Einweichwasser und ordentlich Sahne einköcheln. Hauchdünne Kartoffelscheiben in Salzwasser 5 Minuten blanchieren, dann eine gefettete Auslaufform mit der Hälfte belegen, salzen, pfeffern. Mit der Pilzsauce bedecken, die restlichen Kartoffeln darauf auslegen, mit Petersilie bestreuen. Sauce aus Sahne, Eiern, geriebenem Parmesan, Prise Knoblauch als oberste Lage. Butterflöckchen daraufsetzen und das Gratin bei 200 Grad 40 Minuten lang bräunen.

Chicorée (Blumenkohl, Schwarzwurzel, Fenchel) im Schinkenhemd
Blanchierte Gemüseteile mit je 1 Scheibe kräftigen Rauchschinkens umwickeln, in eine gefettete Auflaufform schichte. Béchamel aus Butter, Mehl, Milch oder Sahne und Brühe herstellen, eindicken, mit Zitronen, Muskat, Pfeffer, Salz würzen. Reibkäse oder Ziegenbrie darin schmelzen lassen. Gemüse gibt beim Garen Saft ab, daher Sauce eindicken! Gemüserollen dick mit der Sauce überziehen, eine weitere Lage grob geraspelten Käse mit Semmelbröseln und Butterflöckchen on the top. Bei 225 Grad ca. 30 Minuten überkrusten.

Grünes Spargel-Gratin
Grünen Spargel vom dicken Ende befreien, in kochendem Salzwasser eine Minute blanchieren, mit dem Schaumlöffel herausheben, mit Eiswasser abschrecken. Mascarpone mit frisch geriebenem Parmesan, Olivenöl und schwarzem Pfeffer glatt rühren. Spargelstangen in gebutterten Auflaufformen verteilen, mit Mascarponecreme bestreichen, mit weiterem Parmesan bestreuen. Im vorgeheizten Backofengrill hellbraun überbacken. Köstlich mit frischem Focaccia.

Wer hat's erfunden?

Das Gratin Dauphinois (gratiner: überbacken) bescherte uns Frankreich. Komponiert aus Kartoffeln, Sahne, Knoblauch und Käse in seiner Schlichtheit eine Legende. Aber was wäre unsere Backofen-Küche ohne die Segnungen der italienischen Auflaufbäcker?

Cannelloni
1. Sauce: 80 g Mehl in 60 g zerlassener Butter anschwitzen. Nach und nach 400 ml Geflügelfond und 300 ml Vollmilch zugießen, 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln, umrühren. Ist die Sauce dickflüssig, mit Salz, Pfeffer, Muskat abschmecken.
2. Füllung: 200 g Parmaschinken, 3 harte Eier würfeln, 1/2 Bund Petersilie hacken, 100 g Ziegenrolle zerbröseln. Die Hälfte der Sauce mit allem mischen. Masse aus einem Spritzbeutel in 12 Cannellonirollen füllen.
3. Zubereitung: Die gefüllten Rollen in eine Auflaufform schichten, die restliche Sauce darüber gießen, alles mit 60 g frischem Parmesan bestreuen. Im Ofen 40 Minuten bräunen.

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Lasagne Verdi
250 g grünen Spargel, 400 g zarten Blattspinat, 3 kleine Zucchini, 250 g Blumenkohlröschen, 1 Bund Rucola mundgerecht zerteilen, schneiden oder grob hacken. Béchamelsauce zubereiten, mit Tomatenmark abrunden. 1 Kugel Mozzarella, 150 g Frischkäse, 150 g Gorgonzola zerkleinern. 250 g Lasagne-Blätter nach Vorschrift garen. Abschrecken. Die Gemüse ja nach Konsistenz kurz in Salzwasser blanchieren. Eine eckige gut ausgebutterte Auflaufform mit etwas Sauce angießen, Teigplatten, Gemüse, Rucola, Käsewürfel und Sauce lagenweise schichten. Auf die letzte Teigschicht den Saucenrest streichen. Butterflöckchen und Parmesan runden ab. Bei 160 Grad Umluft ca. 40 Minuten braun backen.

Hochzeit auf griechisch:
Moussaka (Lammhack, Ei, Auberginen, Oregano, Kartoffeln mit Bechamelsauce + Käse oder in seiner vegetarischen Form mit Zucchini, Tomaten, Eiermilch, Magerquark). In Rumänien bereitet man es aus Auberginen, Knoblauch, Lauch, Fenchel, Tomaten, Hackfleisch, Rosmarin, Oregano, Petersilie und Bandnudeln zu und überbackt mit einem Mix aus Eiern, Käse, Sahne und Butter.

Und vom schwarzen Kontinent kommt...

African Rub

Ein grandioser Mix aus Koriander, Kreuzkümmel, Chili, Pfeffer, Thymian, Petersilie, Muskat, Kümmel, Kurkuma, Pedang-Zimt, Ingwer, Pimentkörner, Zwiebel, Senfkörner, Zwiebel, Knoblauch, Kardamom, Lorbeerblätter, Steinsalz, Roh-Rohrzucker. - Für den Auflauf werden Porree, Stangensellerie, Möhren, Schinkenscheiben, Zwiebeln, Knoblauchzehen und Korianderblätter fein gerieben, geraspelt oder gehackt. Die Gemüse und das mit Harissa und African Rub durchgebratene Rinderhack übereinander schichten. Zwischen jeder Lage heizt eine Dosis African Rub die Glut an!

Schnell, vitaminreich, rattenscharf und simple: Gar kein so unpassendes Rezept für den Abschied von der Single-Freiheit!

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Falls Wehmut aufkommt, schnell was Süßes:

Ofenmilchreis
100 g Milchreis abspülen. 50 g Zucker, Vanillemark + Schote in 300 ml Milch aufkochen, Schote entfernen. Reis mit 400 ml Kokosmilch und Milch mischen. In eine flache gebutterte Auflaufform füllen, bei 140 Grad Umluft etwa eine Stunde backen. Prise frischen Muskat darüber. Aus dem Ofen nehmen, sobald der Reis eine Kruste bildet. Entkernte Steinobst-Hälften auf den Reis setzen, mit Zucker und geriebenen Mandeln bestreuen, ca. 5 Minuten im Backofengrill karamellisieren.

Bayerischer Kirschmichel
300 g Sahne mit Vanillemark, 30 g Puderzucker, Zitronenabrieb, 4 Eigelb vermengen und 5 gewürfelte altbackene Semmeln zufügen. 10 Minuten ziehen lassen. 5 steife Eiweiße, 400 g entsteinte Kirschen unterheben. Alles in eine gefettete, mit Zimtzucker ausgestreute Auflaufform füllen, ca. 30 Minuten bei 180 Grad im Ofen backen. Sobald er goldbraun leuchtet, den Kirschmichel pudrig bestäuben und mit Vanilleeis servieren.

Eine schöne Sache, so ein Auflauf, eine Freude für alle Sinne. Der Geruch, die Farbe, die Konsistenz, der Dampf, der aufsteigt, wenn man ein gieriges Loch in die Kruste bohrt, um sich endlich ganz dem Geschmackserlebnis hinzugeben.

Bleiben Sie dran, liebe Singles, nächstens geht ‘s weiter mit Tartes, Quiches und Soufflés.

Text: Sigrid Jo Gruner/MissWord!/ KochForm

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