Windmühlenmesser - Handgefertigt nach dem Solinger Dünnschliff
Im Gegensatz zu den meisten heute erhältlichen Messern werden die
Windmühlenmesser noch immer nach dem Prinzip des „Solinger Dünnschliffes" gefertigt. Beim Solinger Dünnschliff wird Schliffwinkel anders als heute üblich weit oben angesetzt. Die Klinge wird dünn geschliffen und läuft schlank und sehr spitz auf die Schneide zu. Das Ergebnis dieses Schliffs zeigt sich in der besonderen Schärfe
und Schnitthaltigkeit. Diese traditionelle Schliffart, an der man bei Windmühlenmesser heute noch festhält, wird selbst in Solingen kaum noch praktiziert. Jedoch begründete sie einst die hohe Wertschätzung der Solinger Messer in aller Welt.
Die Schärfe der Windmühlenmesser mit dem „Solinger Dünnschliff" zeigt sich bei der „Nagelprobe". Bei leichtem Druck auf den Daumennagel oder einen eisernen Prüfring erhebt sich bei der fein und dünn ausgeschliffenen Klinge eine kleine Wölbung an der Schneide. Man sagt dazu: „die Schneide zeigt sich" -ein besonderes Zeichen der Windmühlenmesser, das eine außergewöhnliche Schärfe verspricht.
Die meisten Windmühlenmesser werden "gepließtet". Pließten bedeutet "Feinschleifen". Die Oberfläche der Klinge wird hierbei mittels einer Schmirgelpaste auf rotierenden Leder- oder Filzscheiben von der groben "Schleifriefe" (also den Schleifspuren) befreit. Die Oberfläche erhält einen feineren, glatteren Riefen, der sich positiv auf die Schneidqualität und Schnitthaltigkeit auswirkt.











