


Wenn die Kerze flackert, der Käse langsam schmilzt und sich die Gabeln um den Topf drehen, ist es endlich wieder so weit: die
Fondue-Zeit hat begonnen! Wir lieben dieses einzigartige, kulinarische Ritual, das Menschen verbindet. Denn ein Fondue-Abend ist nicht einfach nur ein Essen, sondern ein Erlebnis, das Wärme, Lachen, Gemütlichkeit und eine Prise Magie in eine Runde bringt.
Woher das Fondue kommt und welches Fondue-Set das richtige für Ihre Lieblingsfondue-Variante ist, erfahren Sie hier.
Der Begriff
Fondue kommt vom französischen »fondre«, das schmelzen, zergehen lassen heißt und ist auf das traditionelle Schweizer
Käsefondue zurückzuführen.
Bereits Ende des 17. Jahrhunderts tauchte in einem Zürcher Kochbuch ein Rezept auf, das „Käss mit Wein zu kochen“ beschrieb - also Käse, Wein und ein bisschen altes Küchenwissen. Im 18. Jahrhundert mischte man sogar Eier unter den Käse, sodass das Gericht eher einer luxuriösen Käse-Omelette glich.
Der Durchbruch des modernen Käsefondues kam jedoch erst im 20. Jahrhundert – mit Hilfe der Schweizer Käseunion. In den 1930er-Jahren war ein einprägsamer Slogan geboren: „Fondue isch guet und git e gueti Luune“ („Fondue ist gut und sorgt für gute Stimmung“). Diese Werbekampagne verhalf dem Fondue zu weltweiter Popularität – mehr als nur ein Gericht, es wurde ein Symbol für gesellige Zusammenkünfte.
Fondue bietet einen idealen Rahmen für schöne Abende mit Freunden, weil das Essen nebenbei abläuft und genügend Raum für die Unterhaltung lässt. Ein Fondue-Abend ist nicht nur stimmungsvoll, sondern auch ein kleines kulinarisches Abenteuer - ein Erlebnis, das Gemeinschaft und glückselige Momente schafft.
Lustig kann es werden, wenn mal ein Stück Brot in den Topf fällt. Welche "Strafe" wartet? Ob Sie die nächste Runde spendieren, ein Lied singen oder einen lustigen Tanz aufführen – alles ist möglich. Die Regeln können Sie ganz nach Lust und Laune festlegen. Das Wichtigste dabei ist das gemeinsame Lachen und Genießen.
Es lassen sich drei verschiedene Fonduearten unterscheiden, die jeweils auch in unterschiedlichen Fonduetöpfen zubereitet werden: das
Käsefondue, das Fleischfondue und das Schokoladenfondue.
Käsefondue:
Die längste Tradition hat das Käsefondue, das von Schweizer Bergbauern erfunden wurde, die trocken gewordenen Käse mit Wein und Gewürzen verfeinerten, alles zusammen in einen Topf schmolzen und dann Brot in die flüssige Masse tunkten. Heute sind diese Töpfe bzw.
Caquelons für Käsefondue aus dickwandiger Keramik, Gusseisen oder Steingut, weil diese Materialien die Hitze nur sehr langsam und gleichmäßig ins Innere des Topfes weiterleiten und dadurch der Käse langsam schmelzen kann.
Fleisch-/Brühefondue:
Beim Fleischfondue erhitzt man Fett oder Brühe und lässt darin mit Hilfe von langen Gabeln aufgespießte Fleischstücke garen. Für diese Art des Fondues gibt es wiederum eine Vielzahl von länderspezifischen Spielarten. So ist der Feuertopf, der auch als chinesisches
Fondue bezeichnet wird, in ganz Ostasien verbreitet. Hier werden typische asiatische Zutaten, wie Wan Tans, dünne Fleisch- und Fischscheiben oder auch Meeresfrüchte in einer Brühe am Tisch gekocht.
Schokoladenfondue:
Wer es lieber süß mag, für den gibt es die exotische Variante: das Schokoladen-
Fondue, bei dem klein geschnittene Obststücke mit geschmolzener Schokolade überzogen werden.
Für Fleisch-/Ölfondues, die mit Fett oder Öl vorbereitet werden, ist starke Hitze erforderlich und dementsprechend braucht man Material, das die Wärme gut leitet und an das Fett abgibt. Gusseisen, Edelstahl oder Stahl-Keramik (Silargan) sind prädestiniert dafür, das Fett schnell zu erhitzen und die Temperatur in der benötigten Höhe konstant zu halten. Mit Edelstahl- Fondue-Garnituren lässt sich aber auch ein Brühe-Fondue wunderbar zelebrieren, bei dem Fleisch, Fisch oder Gemüse in einer würzigen Brühe gegart wird.
Für das traditionelle
Käsefondue eignen sich am besten Caquelons aus hochwertiger, feuerfester Keramik oder auch aus Gusseisen. Keramik nimmt die Hitze nur sehr langsam auf und sorgt so dafür, dass der Käse langsam schmelzen kann. Für Käsefondues gibt es eine Vielzahl an Varianten und Rezepten, so dass jeder seinen Favoriten finden oder seine eigene individuelle Variation kreieren kann.
Beim Kauf eines Fonduetopfs sollten Sie darauf achten, dass ein Deckel zum Set dazu gehört. Denn ein aufgelegter Deckel reduziert die Aufwärmphase erheblich und hilft Energie zu sparen. Außerdem sollte der Fonduetopf nach oben hin schmaler werden, damit keine heiße Brühe oder Fett hinausspritzen kann. Der Topf sollte so beschaffen sein, dass er auf einer Herdplatte erhitzt werden kann. Dadurch kann das Fett energiesparend vorgeschmolzen bzw. erhitzt werden. Die Griffe am Topf sollten aus einem Material sein, das die Wärme schlecht leitet, damit man sich nicht die Hände verbrennt (z.B. Holz). Oder der Topf hat einen längeren Stiel, an dessen Ende die Hitze nicht mehr ankommt.
Das Rechaud ist die Feuerstelle für Ihren Fonduetopf. Als Alternative zum Spiritus arbeiten die meisten
Rechauds mittlerweile mit einer Brennpaste im Aluschälchen, die sicher und geruchslos ist und die man einfach nur in das Rechaud einsetzt. Die Wärmezufuhr und damit die Temperatur wird mit Hilfe eines Deckels geregelt. Ein Brühefondue benötigt übrigens ca. 100 °C, für ein Fettfondue braucht man 160-180 °C und bei einem
Käsefondue reichen 85 °C.
Alternativ dazu gibt es Elektro-Fonduegeräte bei denen man aber erhebliche Abstriche in puncto Atmosphäre und Lagerfeuerromatik machen muss.
Neben dem Fonduetopf sind die Fonduegabeln das wichtigste Zubehör. Die Zahl der benötigten Fonduegabeln ist natürlich abhängig von der Zahl der Gäste. Idealerweise stehen jedem Gast zwei Gabeln zur Verfügung. Wenn die Runde allerdings sehr groß wird, dann sollte die Zahl der Gabeln, die sich im Umlauf befinden, limitiert werden. Ansonsten ist das Chaos im Fonduetopf garantiert.
Als Essgeschirr gibt es spezielle Fondueteller, die insbesondere die verschiedenen Saucen separieren. Sie können natürlich auch normale flache Teller und kleinere Schälchen verwenden.
Im nächsten Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Ihr Fondue-Abend entspannt und schmackhaft wird. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie ein Fondue am besten zubereiten, welche typischen Fehler es gibt und worauf Sie besonders achten sollten.