Reiben und Hobel gehören zur Grundausstattung jeder Küche – vom frisch geriebenen Parmesan über Zitruszesten bis zum hauchdünn gehobelten Gemüse. Doch Reibe ist nicht gleich Reibe: Zwischen einer einfachen Vierkantreibe und einer geätzten Feinreibe liegen Welten in Schärfe, Kraftaufwand und Ergebnis. Dieser Ratgeber erklärt, worauf es beim Kauf ankommt, welche Arten es gibt und welche Reibe sich für welchen Zweck eignet.
Worauf kommt es bei einer Reibe an?
Das wichtigste Qualitätsmerkmal ist die Klinge – genauer, wie die Reibezähne hergestellt sind. Man unterscheidet zwei Verfahren:
- Geätzte Klingen (fotochemisch geätzt) haben rasiermesserscharfe, gleichmäßige Zähne. Sie schneiden das Reibegut, statt es zu zerreißen – das Ergebnis ist feiner, das Aroma bleibt besser erhalten und man braucht deutlich weniger Kraft.
Microplane hat dieses Verfahren populär gemacht; die Klingen gelten als Referenz.
- Gestanzte Klingen sind die klassische, günstigere Variante (z. B. bei vielen
Vierkantreiben). Sie funktionieren solide, sind aber weniger scharf und nutzen mit der Zeit stärker ab.
Weitere Kaufkriterien:
- Material: Edelstahl (idealerweise rostfrei) ist geschmacks- und geruchsneutral, langlebig und meist spülmaschinengeeignet.
- Griff & Standfestigkeit: Ein ergonomischer, rutschfester Griff und – bei Kastenreiben – ein sicherer Stand verhindern Abrutschen und Ermüdung.
- Handschutz / Reibeguthalter: schützt die Finger, besonders bei kleinen Resten – ein wichtiges Sicherheitsmerkmal bei Hobeln und
Mandolinen.
- Reinigung: spülmaschinengeeignete Modelle sparen Aufwand; bei feinen geätzten Klingen lohnt eine Bürste.
Welche Arten von Reiben & Hobeln gibt es?
Je nach Aufgabe gibt es spezialisierte Formen. Die wichtigsten im Überblick:
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Feinreiben /
Zesterreiben: lange, schmale Reiben mit sehr feinen geätzten Zähnen – für Zitruszesten, Parmesan, Muskat, Ingwer, Knoblauch und Schokolade.
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Grobreiben: für gröberes Reiben von Käse, Gemüse oder Kartoffeln.
- Vierkantreiben: die klassische Kastenreibe mit mehreren Seiten (fein, grob, Schneide) – der vielseitige Allrounder.
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Multireiben / Trommelreiben: mit auswechselbaren Trommeln für unterschiedliche Schnittstärken – komfortabel für größere Mengen (z. B. Käse, Nüsse).
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Käsereiben,
Käsehobel & Käseschaber: speziell für harte und halbharte Käse – vom feinen Parmesanreiben bis zum dünnen Hobelspan.
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Muskatreiben &
Muskatmühlen: fein für frisch geriebene Muskatnuss.
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Gemüsehobel, Mandolinen &
Juliennehobel: für gleichmäßig dünne Scheiben oder feine Julienne-Streifen.
- Spätzlehobel,
Trüffelhobel,
Ingwerreiben,
Gewürzreiben,
Raspeln: Spezialisten für den jeweiligen Zweck.
Die wichtigsten Marken und ihre Stärken
- Microplane: Erfinder der geätzten Reibe und bis heute die Referenz bei Schärfe und Feinheit. Ideal für Zesten, Parmesan, Muskat und Ingwer. Die Klingen werden in den USA gefertigt.
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Lurch: deutscher Spezialist für durchdachte Küchenhelfer – stark bei Spiralschneidern und praktischen Reiben für den Alltag.
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Rösle: steht für hochwertigen Edelstahl und langlebige Verarbeitung; solide Grob- und Küchenreiben mit gutem Handling.
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GEFU: bekannt für clevere, funktionale Lösungen – etwa Parmesan-Flockenhobel und Spiralschneider.
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Küchenprofi: hochwertige Edelstahl-Reiben und -Hobel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
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Boska: niederländischer Käse-Spezialist – ein breites Programm an Käsereiben, Käsehobeln und Zesterreiben.
Welche Reibe für welchen Zweck?
Die passende Reibe hängt vor allem davon ab, was Sie am häufigsten zubereiten:
- Parmesan & Hartkäse fein: geätzte Feinreibe / Zesterreibe (z. B. Microplane) für flauschige Flocken, oder eine klassische Parmesanreibe.
- Zitruszesten (Zitrone, Limette, Orange): feine Zesterreibe – hier spielt die geätzte Klinge ihre größte Stärke aus.
- Muskatnuss: kleine Muskatreibe oder Muskatmühle für frisch geriebene Muskatnuss.
- Ingwer, Knoblauch, Schokolade: feine Reibe mit scharfen Zähnen, damit nichts zerdrückt wird.
- Käse in Mengen (Aufläufe, Gratins): Grob- oder Trommelreibe für schnelles Arbeiten.
- Gemüse & Kartoffeln (Rösti, Salate): Grobreibe oder Gemüsehobel; für gleichmäßig dünne Scheiben eine Mandoline.
- Feine Streifen (Karotten, Gurke): Juliennehobel.
- Spätzle: Spätzlehobel. Trüffel: spezieller Trüffelhobel mit verstellbarer Klinge.
- Der Allrounder für alles: eine gute Vierkantreibe, wenn Sie nur ein Gerät möchten.
Ein praktischer Tipp: Wer viel und fein reibt (Parmesan, Zesten), fährt mit einer geätzten Feinreibe am besten. Für gröbere, größere Mengen ist eine Kasten- oder Trommelreibe die komfortablere Wahl. Oft lohnt sich die Kombination aus einer feinen Zesterreibe und einer vielseitigen Vierkantreibe.