
In Zeiten gesunder, fettarmer Ernährung ist das Frittieren etwas in Verruf geraten. Wer die Grundregeln des Frittierens einhält und das richtige Öl verwendet, braucht auf den gelegentlichen Genuss knupriger Pommes oder anderer Frittierspezialitäten allerdings nicht zu verzichten. Damit das Frittierte gelingt – außen knusprig, innen saftig – haben wir einige bewährte Tipps & Tricks für Sie.
Temperatur und Temperaturhaltung:
Ideal liegt die Temperatur etwa bei 165-180 °C. Um diese konstant zu halten, sollten Sie Ihre Speisen immer schwimmend im Fett ausbacken. Legen Sie nicht zu viel Frittiergut in die Fritteuse, da die Temperatur des Öls dabei stark zurückgeht und die Speisen nicht richtig ausbräunen können. Idealerweise sollte das Verhältnis zwischen Frittiergut und Frittieröl von 1:10 nicht überschritten werden. Wer z.B. über eine Fritteuse mit 4 Litern Fassungsvermögen verfügt, sollte nicht mehr als 400 g Pommes gleichzeitig darin frittieren. Das Fett kann durch zu starke Temperaturschwankungen verderben. Moderne Fritteusen gleichen diese Temperaturschwankungen aus.
Fettauswahl:
Grundsätzlich sollten Sie nur hitzebeständige Öle oder Fette einsetzen. Die Balance zwischen Geschmack, Hitzestabilität und gesundheitlichen Aspekten ist entscheidend. Besonders hitzebeständig sind Kokosfett, Palmkernfett und Schmalz. Allerdings sind diese Fette aufgrund des hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren sowie trans-Fettsäure ernährungsphysiologisch ungünstig.
Wenn die Fritiertemperatur 180 °C nicht übersteigt (was auch nicht sein muss!), dann sollten aus gesundheitlichen und geschmacklichen Gründen besser ungesättigte, kaltgepresste Öle, wie Olivenöl oder Rapsöl, zum Einsatz kommen. Allerdings sollte der Anteil an ungesättigten Fettsäuren nicht zu hoch sein. Unter der gleichzeitigen Berücksichtigung aller Kriterien, ist Erdnussöl am besten zum Frittieren geeignet. Es ist der beste Begleiter für knusprige, goldgelbe Pommes.
Butter, Distelöl oder Leinöl sind zum Frittieren nicht geeignet!
Ölpflege und Wiederverwendung:
Einmal verwendetes Fett kann mehrfach genutzt werden. Setzen Sie es jedoch nicht mehr als 3 mal ein. Denn dann steigt die Bildung von Oxidationsprodukten deutlich. Das Öl wird ranzig und beeinträchtigt den Geschmack Ihrer frittierten Speisen.
Eine gute Methode ist das Filtern von Öl. Dabei wird das Öldurch ein mit Küchenpapier bzw. Kaffeefilter ausgelegtes, feines Sieb gegossen. Achten Sie darauf, dass Essensreste wie Krumen oder Teigreste immer abgeschöpft werden.
Vorbereitung und Behandlung des Frittierguts
Mit diesem Vorgehen erhalten Sie knusprige, goldgelbe Pommes:
Viel Spaß beim Frittieren knuspriger, goldgelber Pommes Frites - ohne allzu schlechtes Gewissen!
In den letzten Jahren haben Heißluftfritteusen enorm an Beliebtheit gewonnen. Sie bieten zwar ein anderes Ergebnis als klassische Fritteusen, aber viele Vorteile – und mit ein paar Tricks gelingt auch hier eine überzeugende, knusprige Textur.
Wie funktioniert eine Heißluftfritteuse?
Durch sehr heiße Luft, die mit hoher Geschwindigkeit um das Frittiergut zirkuliert, wird eine feste, äußere Schicht erzeugt, ähnlich wie beim Frittieren in Öl – allerdings mit deutlich weniger Öl.
Vorteile einer Heißluftfritteuse:

Was ist anders an einer Heißluftfritteuse und was ist zu beachten?