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Selbstgemachte Pasta mit der Nudelmaschine

Nudeln einfach selbst gemacht - so geht´s

Selbstgemachte Pasta schmecken definitiv am besten - und die Herstellung macht Riesenspaß und kann zu einem richtigen Familienevent werden. Nudeln sind relativ einfach gemacht, was schon alleine in der geringen Zahl an Zutaten begründet liegt. Die simpelste Variante besteht aus zwei Zutaten: Mehl und Wasser. Wer es gerne mag, kann dem Grundrezept auch noch Eier hinzufügen.

Besonders hilfreich und praktisch bei der Nudelproduktion ist der Einsatz einer Nudelmaschine - insbesondere wenn man größere Mengen an Nudeln herstellen möchte. Denn frisch und feucht sollten die Teigplatten auf jeden Fall noch sein, bevor sie die nächste Veredelungsstufe erfahren. Für Großfamilien oder viele Gäste gibt es dann auch noch die Nudelmaschine mit Motor. Professionelle Nudelmaschinen, wie z.B. Marcato oder Imperia Nudelmaschinen, verfügen über verschiedene Aufsätze oder lassen sich entsprechend ausbauen. Sie können also spontan entscheiden, ob Ihnen heute lieber nach Lasagne, Fettucine, Taglierini, runde Spaghetti, Pappardelle oder Quadri ist.

Nudelteig zubereiten

Für die Zubereitung des Nudelteigs benötigen Sie ca. 125 g Weizenmehl und 1 Ei pro Person, also bei 4 Personen 500 g Weizenmehl und 4 Eier. Zusätzlich können Sie dem Teig noch eine Prise Salz und 1-2 Esslöffel Olivenöl hinzufügen. Anstatt der Eier kann auch Wasser verwendet werden: pro Ei ca. 80 ml Wasser.

In 3 Schritten zum Nudelteig:

  1. Zunächst geben Sie das Mehl in eine Schüssel und dann fügen Sie die Eier oder das Wasser in die Mitte des Mehls hinzu. 

  2. Kneten Sie den Teig gut durch, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Falls der Teig zu trocken ist, fügen Sie etwas Wasser hinzu. Sollte er zu weich sein, geben Sie etwas Mehl zu. Ein guter Teig darf nicht an den Händen kleben.

  3. Anschließend wickeln Sie den Teig in ein feuchtes Geschirrtuch und lassen ihn ca. 30 Minuten ruhen.
Pastateig mit der Nudelmaschine walzen

Zunächst befestigen Sie die Nudelmaschine mit der Schraubklemme fest am Tisch, denn gerade am Anfang bei der Herstellung der dickeren Teigplatten ist schon ein größerer Kraftaufwand erforderlich. Dann setzen Sie die Kurbel in die Öffnung der glatten Walze, die fest in das Gerät integriert ist. Beim Erstgebrauch einer Nudelmaschine sollten Sie mögliche Verschmutzungen zunächst mit einem trockenen Tuch beseitigen. Zur Reinigung der Walzen können Sie auch etwas Teig durchlaufen lassen, den Sie anschließend entsorgen.

Ihre Nudelmaschine besitzt an der Seite einen Drehknopfregler mit mehreren Stufen. Durch Herausziehen und gleichzeitiges Drehen des Knopfes können Sie die jeweiligen Positionen und damit die Dicke des Teigs regulieren. Zum Plätten des Teigs nimmt man die dicke Walze, die geöffnet sein muss.

Beginnen Sie zunächst mit einem Drittel des Teigs und drehen Sie den Teig, der schon etwas vorgeplättet sein sollte, mit Hilfe der Kurbel durch die Walze der Nudelmaschine. Am Anfang befindet sich dabei der Drehknopfregler auf der höchsten Stufe, bei der die Walzen den größten Abstand haben. Diesen Vorgang wiederholen Sie solange, bis der Teig eine gleichmäßige Form hat und wie eine Teigplatte aussieht, wie man sie von einer Lasagne kennt. Sollte der Teig unregelmäßig sein oder Löcher aufweisen, kann man ihn auch wieder zusammenkneten und erneut durch die Walzen der Nudelmaschine laufen lassen.

Wenn der gesamte Teig zu gleichmäßigen Teigplatten verarbeitet wurde, stellen Sie den Regler Ihrer Nudelmaschine anschließend eine Stufe tiefer. Die Walzen haben sich nun etwas genähert und der Spalt ist dadurch kleiner geworden. Jetzt lassen Sie die Teigplatten auf der kleineren Stufe erneut durch die Walzen laufen. Die Teigplatten werden dadurch immer dünner. Diesen Vorgang wiederholen Sie für alle Teigplatten und stellen bei jedem Durchlauf den Regler eine Stufe niedriger, bis der Teig die gewünschte Dicke erreicht hat. Am Ende schneiden Sie die Teigstreifen in ca. 25 cm lange Stücke.

Nudeln formen

Jetzt werden aus den Teigstreifen Nudeln geschnitten. Dazu stecken Sie die Kurbel in eine der beiden oberen Walzen Ihrer Nudelmaschine. Je nachdem über welche Aufsätze Ihre Nudelmaschine verfügt, können Sie unterschiedliche Arten von Nudeln produzieren. Mit dem Grundmodell (bei Marcato ist das die Atlas 150 Compack) lassen sich in der Regel Lasagne, Fettucine oder Tagliolini herstellen. Es gibt aber auch weitere Aufsätze für Ravioli, Raviolini, Pappardelle, Reginette, Mafaldine und natürlich Spaghetti.

Probleme mit dem Teig?

Falls die Schneidewalzen der Nudelmaschine den Teig nicht schneiden, sondern reißen, kann das daran liegen, dass der Teig zu weich ist. In diesem Fall sollten Sie dem Teig noch etwas Mehl beimischen, den Teig neu formen und noch mal in der glatten Walze plätten.

Sollte der Teig jedoch zu trocken sein, wird er nicht von den Schneidwalzen erfasst. Wenn das der Fall ist, können Sie dem Teig etwas Wasser beimengen und den Teig vorab nochmals durch die glatten Walzen laufen lassen.

Nudelmaschine reinigen und pflegen

Während des Gebrauchs der Nudelmaschine sollten die Schaber unterhalb der Walzen ab und zu mit etwas Küchenrolle gereinigt werden.

Die Reinigung der Maschine nach dem Gebrauch erfolgt mit einem trockenen Tuch und einem Pinsel. Angetrocknete Nudelreste lassen sich auch gut mit einem kleinen Holzstab entfernen. Die Maschine darf keinesfalls mit Wasser gereinigt oder in die Spülmaschine gelegt werden. Die Walzen der Nudelmaschine dürfen auch nicht mit einem Messer gereinigt werden. Sie sollten auch keinen Lappen durch die Walzen durchlaufen lassen.

Sollten sich die Walzen der Nudelmaschine nur noch schwerfällig drehen lassen oder quitschen, dann können die Schneidwalzen am Ende mit einem Tröpfchen Vaseline geschmiert werden.

Und zu guter Letzt heißt es dann: Buon appetito!