


Volles Korn frisch gemahlen

Mit einer Getreidemühle mahlen Sie ganzes Korn frisch zu Mehl und bestimmen den Mahlgrad selbst – von fein bis grob. Frisch gemahlen ist das Mehl besonders aromatisch, und weil das ganze Korn samt Randschichten und Keim vermahlen wird, entsteht echtes Vollkornmehl. Welche Mühle die richtige ist, hängt vor allem vom Mahlwerk und davon ab, was Sie mahlen möchten.
Was lässt sich mahlen – und was nicht?
Grundsätzlich gilt: mahlen lässt sich, was trocken und nicht ölhaltig ist. Dazu gehören alle gängigen Getreidearten wie Weizen, Roggen, Dinkel, Mais und Reis sowie Hülsenfrüchte. Nicht in die Mühle gehören ölhaltige Saaten wie Leinsamen, Sesam oder Mohn, ebenso Nüsse und Kaffee – ihr Öl würde ein Steinmahlwerk verkleben. Hafer und andere Körner, die man als Flocken möchte, werden nicht gemahlen, sondern in einer Flockenquetsche (einem Flocker) gequetscht.
Das Mahlwerk: Stein oder Stahl?
Die wichtigste Entscheidung ist der Mahlwerk-Typ:
Steinmahlwerk – Hier wird das Korn zwischen zwei Mahlsteinen zerrieben. Das ergibt das feinste, lockere und gut backfähige Mehl, ideal für Brot und feines Gebäck. Die meisten Haushaltsmühlen nutzen Steine aus Korund-Keramik: Sie sind hart, bleiben dauerhaft rau und müssen nicht nachgeschärft werden. Daneben gibt es Natursteine (etwa Granit), die noch feiner mahlen, aber teurer und empfindlicher sind. Steinmahlwerke eignen sich ausschließlich für trockenes Getreide – ölhaltige Saaten sind tabu.
Stahlmahlwerk – Hier wird das Korn eher geschnitten und gebrochen. Das Ergebnis ist mittelfein bis grob – für Vollkornbrot und Schrot völlig ausreichend, für sehr feines Kuchenmehl nur bedingt geeignet. Der Vorteil: Ein Stahlmahlwerk ist robust, unempfindlicher gegen kleine Steinchen im Korn, leicht zu reinigen und kann auch ölhaltige Saaten und Gewürze verarbeiten.
Kurz: Steinmahlwerk für feinstes Mehl aus reinem Getreide, Stahlmahlwerk für Flexibilität inklusive ölhaltiger Saaten.
Worauf Sie sonst achten sollten
Die Marken im Überblick
Zu den bekannten Herstellern zählen die KoMo Getreidemühlen aus Tirol, die hawos Getreidemühlen und die Schnitzer Getreidemühlen aus Deutschland. Alle drei setzen auf Steinmahlwerke aus Korund-Keramik; bei hawos und Schnitzer lässt sich die Feineinstellung über einen integrierten Hebel nachjustieren. Die Unterschiede liegen vor allem bei Leistung, Durchsatz, Gehäusedesign und Größe.
Welche Getreidemühle für wen?
Wer gelegentlich für den eigenen Haushalt mahlt, ist mit einer kompakten Mühle gut bedient; wer regelmäßig oder für viele Personen mahlt, greift zu einem leistungsstärkeren Modell. Wer feinstes Mehl für Brot und Gebäck möchte, wählt ein Steinmahlwerk; wer auch ölhaltige Saaten oder Gewürze verarbeiten will, ein Stahlmahlwerk. Wer neben Mehl auch Flocken herstellen möchte, ist mit einem Kombigerät aus Mühle und Flocker gut beraten, und für kleine Mengen ohne Strom eignet sich eine Handmühle.
Fazit
Die wichtigste Entscheidung beim Kauf einer Getreidemühle ist das Mahlwerk: Steinmahlwerk für feinstes Mehl aus reinem Getreide, Stahlmahlwerk für mehr Flexibilität. Dazu die passende Leistung je nach Menge und die Bauart nach persönlichem Bedarf. Wenn Sie unsicher sind, welche Getreidemühle zu Ihnen passt, beraten wir Sie gern.