
Crêpes-Pfannen: der Kaufratgeber für hauchdünne Crêpes und Galettes

Ob süße Crêpes mit Zucker und Zitrone, herzhafte Galettes aus Buchweizenmehl oder Palatschinken wie in Wien: Mit der richtigen Pfanne gelingt der Teig hauchdünn und gleichmäßig gebräunt. Eine Crêpes-Pfanne, auch Crêpière oder Crêpepfanne genannt, unterscheidet sich deutlich von einer normalen Bratpfanne. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es ankommt und welche Pfanne zu Ihnen passt.
Was eine Crêpes-Pfanne ausmacht
Entscheidend ist der niedrige Rand von meist nur ein bis zwei Zentimetern. So kommen Teigverteiler und Wender flach an den Teig heran, und die fertige Crêpe lässt sich einfach auf den Teller gleiten. Der Boden ist groß und völlig flach, damit sich der dünne Teig gleichmäßig verteilt. Genauso wichtig ist eine gleichmäßige Hitze bis an den Rand, sonst bleibt die Crêpe außen hell, während sie in der Mitte schon bräunt. Die meisten Crêpes- Pfannen haben einen Durchmesser zwischen 24 und 28 Zentimetern, das entspricht einer Crêpe in Tellergröße.
Das Material: die wichtigste Entscheidung
Eisen: Crêpes-Pfannen aus Eisen werden schnell heiß und reagieren direkt auf den Regler. Mit jeder Nutzung bildet sich eine dunkle Patina, auf der die Crêpes leicht gleiten. Vor dem ersten Gebrauch wird die Pfanne eingebrannt, in die Spülmaschine darf sie nicht. Eisen ist die Wahl für alle, die regelmäßig und viele Crêpes backen.
Gusseisen: Gusseisen speichert die Wärme lange und gibt sie gleichmäßig ab. Auch bei zehn Crêpes hintereinander bleibt die Temperatur stabil, jede Crêpe bräunt wie die vorige. Dafür ist die Pfanne deutlich schwerer und braucht etwas länger zum Aufheizen.
Aluguss und Aluminium mit Antihaftbeschichtung: leicht, schnell einsatzbereit und verzeihend, wenn der Teig anfangs noch nicht ganz sitzt. Die Beschichtung braucht etwas Schonung: kein Metallwender, keine Überhitzung ohne Inhalt.
Mehr zu den Pfannenmaterialien im Allgemeinen lesen Sie in unserem Ratgeber zu Pfannen.
Worauf Sie sonst achten sollten
- Durchmesser: 24 bis 26 Zentimeter für den Alltag, 28 Zentimeter für Galettes und große Crêpes.
- Induktion: Nicht jede Crêpes-Pfanne hat einen induktionsgeeigneten Boden, achten Sie auf den Hinweis in der Artikelbeschreibung.
- Griff: Holzgriffe bleiben kühl, vertragen aber keinen Backofen. Griffe aus Guss oder Edelstahl sind ofenfest, werden dafür heiß.
- Gewicht: Wer die Pfanne beim Verteilen des Teigs schwenkt, kommt mit Eisen oder Aluguss leichter zurecht als mit Gusseisen.
- Zubehör: Ein Teigverteiler aus Holz zieht den Teig hauchdünn auseinander, ein langer, flacher Crêpes-Wender löst die Crêpe, ohne sie zu zerreißen.
- Bauform: Neben der klassischen flachen Crêpes-Pfanne gibt es Kombipfannen mit etwas höherem Rand, in denen auch Spiegeleier oder Rösti gelingen, sowie
- Crêpeplatten für den PizzaGrill, auf denen mehrere kleine Crêpes am Tisch backen.
Die Marken im Überblick
Bei den Crêpes-Pfannen aus Eisen führen wir die de Buyer Crêpes-Pfanne aus der Serie Mineral B und die Turk Crêpes-Pfanne mit flachem Stiel, beide in mehreren Größen. Aus Gusseisen kommen die Skeppshult Crêpes-Pfannen, wahlweise mit Holzgriff, Walnussgriff oder Gussgriff, sowie die Crêpes-Pfannen von Staub und Le Creuset. Die größte Auswahl gibt es bei Aluguss und Aluminium mit Antihaftbeschichtung: AMT Crêpes-Pfannen gibt es in mehreren Größen und als Induktionsvariante, dazu kommen Crêpes-Pfannen von Spring, ELO, Kelomat, WMF, Woll, Gastrolux, Rösle, Berndes, Krüger, Kuhn Rikon und SSW. Stöckli bietet Crêpeplatten für den PizzaGrill, WMF und Birkmann liefern Teigverteiler und Crêpes-Wender.
Welche Crêpes-Pfanne für wen?
- Für Einsteiger und gelegentliche Crêpes: eine Crêpes-Pfanne aus Aluguss mit Antihaftbeschichtung, zum Beispiel von AMT oder Spring.
- Für echte Galettes und viele Crêpes am Stück: eine Crêpes-Pfanne aus Eisen von de Buyer oder Turk, die mit jeder Nutzung besser wird.
- Für gleichmäßige Hitze über lange Zeit: Gusseisen von Skeppshult, Staub oder Le Creuset.
- Für Crêpes und Spiegeleier in einer Pfanne: eine Kombipfanne wie die Crêpe-, Eier- und Röstipfanne von Kuhn Rikon.
- Für gesellige Abende am Tisch: die Crêpeplatten von Stöckli für den PizzaGrill.
Fazit
Die wichtigste Entscheidung ist das Material: Antihaft für den leichten Einstieg, Eisen oder Gusseisen für alle, die eine Pfanne pflegen möchten und dafür viele Jahre damit backen. Durchmesser, Griff und Induktion ergeben sich dann aus Ihrem Herd und Ihrem Lieblingsrezept. Wer statt Crêpes lieber dicke Pfannkuchen, Pancakes oder Plättar backt, findet die passenden Modelle in unserer Kategorie Pfannkuchenpfannen.
Häufige Fragen zu Crêpes-Pfannen (FAQs)
Warum misslingt die erste Crêpe oft?
Die Pfanne hat beim ersten Mal meist noch nicht die richtige Temperatur und das Fett ist ungleichmäßig verteilt. Ab der zweiten Crêpe stimmen Hitze und Fettfilm, deshalb gilt die erste traditionell als Probestück.
Welches Fett eignet sich zum Ausbacken?
Geklärte Butter oder ein neutrales, hoch erhitzbares Öl. Am besten mit Küchenpapier hauchdünn auf der Pfanne verteilen, zu viel Fett macht die Crêpe fleckig.
Kann ich Galettes aus Buchweizenmehl in derselben Pfanne backen?
Ja. Galettes brauchen einen großen Durchmesser und etwas mehr Hitze, eine Crêpes-Pfanne mit 28 Zentimetern eignet sich dafür gut.
Muss ich eine Crêpes-Pfanne aus Eisen einbrennen?
Ja, vor dem ersten Gebrauch. Dabei entsteht eine erste Schutzschicht, die mit jeder Nutzung dunkler wird. Nach dem Backen reicht es, die Pfanne mit heißem Wasser auszuwischen, gut zu trocknen und dünn einzuölen.
Wie lagere ich eine Pfanne mit Antihaftbeschichtung richtig?
Am besten hängend oder mit einem Pfannenschoner zwischen gestapelten Pfannen. So bleibt die Beschichtung frei von Kratzern.












































