


Die reifen Früchte platzen vor Geschmack, Süße und intensiven Farben. Tief-lila Zwetschgen, aromatische Aprikosen und fruchtig-süße Äpfel stimmen auf den langsam einkehrenden Spätsommer ein. Was gibt es besseres als aus dem schmackhaften Obst saftige, sommerliche Obstkuchen zu zaubern? Doch gerade in den heißen Sommermonaten bringt das Backen Herausforderungen mit sich. Sahne flockt schneller aus, Teige kleben und Früchte geben viel Saft ab. Mit den richtigen Kniffen gelingt Ihr Sommergebäck trotzdem perfekt. Hier kommen unsere 5 besten Tipps.
Im Sommer sind luftige Biskuit- oder Rührteige eine perfekte Wahl. Sie schmecken angenehm frisch und harmonieren wunderbar mit Früchten wie Beeren, Pfirsichen oder Aprikosen. Doch auch ein Hefeteig macht besonders im Spätsommer, bestückt mit Pflaumen oder Zwetschgen eine gute Figur. Doch welcher Teig ist nun der Beste für einen leckeren Obstkuchen? Hier sind unsere short facts zum Thema Obstkuchenboden für Sie:
Mit einem Mürbeteig sind Sie in puncto Stabilität auf der richtigen Seite! Denn ein Mürbeteigboden ist fest und weicht nicht so schnell durch. Wenn Sie Ihren Kuchen gern schon am Vortag backen möchten, ist ein Mürbeteigboden die beste Wahl.
Einen Kuchenboden aus Biskuitteig sollten Sie immer frisch am selben Tag backen. Denn ein Biskuitboden ist sehr locker und fluffig. er würde über Nacht seine Leichtigkeit verlieren und durch die Früchte schnell durchgeweicht werden. Wenn Sie Ihren Biskuitboden z.B. mit Beeren belegen möchten, gibt es einige Tipps, wie Sie das schnelle Durchnässen verhindern können:
Möchten Sie Ihren Obstkuchen mit einem Hefeteig backen, sollten Sie die etwas sauren Früchte, die vorher gezuckert werden, zusätzlich mit etwas Speisetärke betreuen. Dies bindet die Flüssigkeit, so dass der Kuchenboden nicht so sehr durchnässt.
Für Tartes, Quiches & Co. empfiehlt es sich, den Teig blind zu backen. Damit bleibt er schön knusprig.
So funktioniert´s: Nachdem der Teig dünn in der Form ausgelegt ist, stechen Sie ihn mit einer Gabel mehrmals ein. Legen Sie den Boden mit Backapier aus und füllen Sie Backperlen oder trockene Hülsenfrüchte gleichmäßig darauf. Backen Sie den Boden ca. 10 Minuten bei 180 °C Umluft. Entfernen Sie danach Backpapier sowie Backperlen und geben Sie den Teig nochmals 10 Minuten bei 180 °C Umluft in den Backofen. Nun ist der Kuchenboden schön flach und fest - bereit zum Füllen!

Für Obstkuchen eignen sich besonders Springformen oder Tarteformen mit Hebeboden. Sie sorgen dafür, dass Sie den Kuchen leicht aus der Form lösen können, ohne dass die saftige Füllung zerdrückt wird. Es gibt unzählig viele Backformen in verschiedenen Materialien und Maßen - hier haben Sie die Qual der Wahl!
Damit die Entscheidung für Ihre neue Obstkuchenform einfacher wird, haben wir die vier wichtigsten Materialien für Sie unter die Lupe genommen:
Schwere Buttercremes sind im Hochsommer nicht die beste Wahl, da sie schnell weich werden. Empfehlenswert sind Joghurt-, Quark- oder Frischkäsecremes, die erfrischend schmecken und bekömmlicher sind. Damit die feine Creme nicht zusammenfällt und an Stabilität gewinnt, verwenden Sie beim Schlagen der Sahne Gelatine oder pflanzliches Bindemittel (Agar-Agar). Mit einer Küchenmaschine oder einem Handmixer mit mehreren Stufen bekommen Sie die perfekte Konsistenz. Auch eine gekühlte Edelstahlschüssel und kalte Schneebesen sorgen dafür, dass die Sahne länger Stand hat.
Bei der Wahl der Früchte sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Setzen Sie am besten auf regionales Obst, welches gerade Saison hat. Denn das ist reif, frisch und voller Geschmack! Möchten Sie doch einmal auf exotische Früchte zurückgreifen, bereiten Sie Ananas, Kiwi, Papaya oder Feigen nicht in Verbindung mit Gelatinecremes zu. Denn diese Früchte enthalten ein Enzym, das die Gelatine auflöst.
Möchten Sie Ihren Kuchen mit Beeren bestücken, bestreuen Sie diese mit etwas Stärke und rühren sie ein Mal um, so dass jede Frucht ummantelt ist. So wird überschüssige Flüssigkeit gebunden und der Teigboden wird nicht matschig.
So bleibt das Obst länger frisch und bissfest:
So verführerisch es auch ist - Ihr Obstkuchen sollte nach dem Backen vollständig auskühlen, bevor er angeschnitten wird. Dadurch kann die Fruchtfüllung fest werden und der Kuchen lässt sich sauber portionieren. Stellen Sie den frisch gebackenen Kuchen am besten auf ein Abkühlgitter, damit sich am Boden kein Kondenswasser bildet und der Kuchenboden trocken bleibt.
Erst wenn der Kuchen vollständig ausgekühlt ist, kann er im Kühlschrank gelagert werden. Decken Sie den Kuchen immer gut ab, damit er nicht austrocknet. Für den Transport im Sommer verwenden Sie am besten Boxen mit Kühl-Akkus oder Kühltaschen, die fürs Picknick sehr praktisch in der Handhabung sind.