KochForm Freude am Kochen - kochen mit Freunden

Die Pflaume - Eine Reminiszenz an den Spätsommer 

Die Pflaume - eine Reminiszenz an den Spätsommer

Die Pflaume - Eine Reminiszenz an den Spätsommer

Ein Blech mit warmem Zwetschgenkuchen, die Küche durchflutet von seinem süßen Duft – das erste Stück von dem pflaumigen Backwerk ist zum Niederknien köstlich. Es ist nicht nur sein Genuss, sondern die Erinnerung an vergangene Spätsommertage, die er herbeiholt. Denn wenn sich die heiße Augusthitze zurückzieht, dann steht die Pflaumenernte an und so hat die Frucht seit Generationen einen festen Platz in der heimischen Küche.

Ihre Eigenheiten beim Einkauf

Die Vielfalt der Pflaume ist einmalig. Es gibt an die 2000 Sorten. Die rundlich-ovale Hauspflaume schmeckt süß und hat ein weiches, aromatisches Fleisch. Sie wird vor allem als Tafelobst geschätzt. Die Zwetschge ist unter den Pflaumensorten besonders beliebt, wenn es um das Kochen und Backen geht. Denn ihr Stein lässt sich mit wenig Aufwand herauslösen, das Fruchtfleisch ist fester und lässt beim Backen weniger Saft.

Eigen ist den Pflaumen und Zwetschgen, dass sie von einem weisslichen Belag überzogen sind. Den so genannten Duftfilm bilden die Früchte von sich aus. Er schützt sie vor dem Austrocknen. Beim Einkauf des Steinobstes sollte man sich vom Auge und Geschmack leiten lassen. Frische Pflaumen und Zwetschgen erkennt man an ihrer prallen Farbe. Grünfärbungen sind dabei nicht unbedingt ein Hinweis auf mangelnde Reife. Am besten probiert man ein Exemplar, denn die Früchte reifen nicht nach, sondern werden nur weicher.

Die Pflaume - Eine Reminiszenz an den Spätsommer

Das kulinarische Spielfeld der Zwetschge

Früher war hierzulande an einen Garten ohne genügsamen Zwetschgenbaum kaum zu denken. Seine Früchte sorgten dafür, dass die Vorratskammern bis zur Decke gefüllt wurden mit Eingemachten für kalte Tage. Aber egal, ob die Früchte eigene Ernte sind oder aus der Region kommen, es winkt süßer Genuss. Die bürgerliche Küche hält eine Vielzahl von Rezeptklassikern bereit, die nicht ohne Grund den kulinarischen Zug anführen wie z. B. Zwetschgendatschi, Zwetschgenröster, Zwetschgenmus – auch Powidl genannt – oder auch Porc à la vogésienne von unseren französischen Nachbarn. Sie verstehen sich darauf besonders gut darauf, das süßsaure Aroma der Pflaume zu balancieren. Damit sich die Zwetschge am Gaumen von ihrer besten Seite zeigt, benötigt sie Zucker und Wärme. Eine Handvoll Aromen steht ihr gut zur Seite und bietet Möglichkeiten für das eigene Variieren von Rezepten: Mandeln, Haselnüsse, Honig, Zimt, Kardamon und sogar Koriander bereichern die Frucht.

Die Pflaume - Eine Reminiszenz an den Spätsommer

Drei Zwetschgen-Rezeptklassiker

Zwetschgenkompott

Für 4 Personen

Zwetschgenkompott ist ein himmlischer Begleiter für Pfannkuchen, Crêpe und viele anderen Süßspeisen. Auch an die Kombination von Vanilleeis mit warmem Kompott ist zu denken – so köstlich wie das beliebte Originalrezept mit heißen Himbeeren.

Zutaten
600 g Zwetschgen
50 g Zucker
100 ml Orangensaft
½ TL Zimt
½ TL Zitronenzeste

Zubereitung
Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Die Früchte mit den anderen Zutaten in einen Topf geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze 5–10 Minuten köcheln lassen.
Das Zwetschgenkompott vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Die Pflaume - Eine Reminiszenz an den Spätsommer

Zwetschgenknödel

Für 4-6 Personen

Die Zwetschgenknödel tauchten erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts in den Kochbüchern auf. In kurzer Zeit erfreuten sie sich so großer Beliebtheit, dass sie am Ende des Jahrhunderts bereits von der berühmten österreichischen Kochbuchautorin Anna Bauer zu den üblichen Mehlspeisen gezählt wurden.

Zutaten für die Knödel
500 g Kartoffeln, gekocht am Vortag
1 Eigelb
80 g Mehl
30 g Grieß
60 g Quark
Prise Salz
1 TL Zitronenzeste
30 Zwetschgen, gewaschen und entsteint

Zutaten für die Bröselbutter
150 g Butter
50 g Semmelbrösel
1 Vanilleschote
Zimt
Zucker

Nützliches Zubehör: Kartoffelpresse

Zubereitung
In einem großem Topf Wasser mit Salz zum Kochen bringen.
Für die Knödel die Kartoffeln schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Mit den weiteren Zutaten zu einem gleichmässigen Teig verarbeiten.
Aus dem Kartoffelteig 12 Knödel formen und mit jeweils einer Zwetschge füllen.
Die Knödel 6–9 Minuten im Salzwasser köcheln, herausnehmen und abtropfen.
In einem weiteren Topf die verbliebenen Zwetschgen mit etwas Wasser bei mittlerer Hitze Minuten garen, bis sie weich sind.
In Pfanne Butter aufschäumen lassen, Semmelbrösel, Mark aus der Vanilleschote, Zimt und Zucker hinzugeben und verrühren. Die abgetropften Knödel darin wälzen.
Für das Servieren auf jeden Teller 2-3 Knödel mit Zwetschgen geben.

Die Pflaume - Eine Reminiszenz an den Spätsommer

Zwetschgenkuchen

Zwetschgen enthalten weniger Wasser als Pflaumen. Deshalb sind sie die erste Wahl für einen Kuchen.

Zutaten für den Mürbeteig

100 g Butter + Butter zum Einfetten
50 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
150 g Mehl

Zutaten für den Belag
1 kg Zwetschgen
10 g Kristallzucker
1 Prise Zimt
1 Päckchen Tortenguss

Nützliches Zubehör: 26er- Springform (oder Backblech: hierfür die Zutaten verdoppeln)

Zubereitung

Für den Mürbeteig die Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform einfetten.
Den Teig auf die Größe der Springform mit einem Rand von 3 cm ausrollen. Die Backform damit auslegen. Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen.
Die Zwetschgen waschen, entsteinen und vierteln. Den Kuchenboden mit den Früchten auslegen. Bitte die Schnittflächen nach oben legen, damit der Saft nicht direkt in den Teigboden fließt. Anschließend im vorgeheizten Backofen 30–35 Minuten backen. Zucker mit dem Zimt vermischen und nach dem Backen über den Kuchen gleichmäßig verteilen. Auskühlen lassen.
Den Tortenguss nach Packungsanleitung anrühren und über den Kuchen geben.

Bitte die Schlagsahne nicht vergessen! Unverzichtbar!

 Zutaten Alles gelingt im Römertopf - Einfache Rezepte Am Anfang war die Nudel Brot selbst backen Das feine Geschenk der Götter: Schokolade Das Geheimnis liegt in der Sauce! Das Salz in der Suppe Der Apfel - von der biblischen zur kulinarischen Verführung Der Sonntagsbraten Die alte Liebe zu jungem Gemüse. Die Kokosnuss Die Tomate - ein Star in der Küche Die Welt der Gewürze Exotische Früchte Fleisch II: Das Schwein und seine kulinarischen Perlen Fleisch III: Neues von Lämmchen und Böckchen Fleisch IV: Auf Herz & Nieren Fleisch V: Aus der Würstlküche Fleisch VI: Best of Hausgeflügel Fleisch VII: Federwild Flunder, Flussaal und Makrele Garen mit der Niedrigtemperatur-Methode: Gesund und aromatisch In Fonds investieren Kichererbsen & Saubohnen Kohl I: Kraut rot/weiß Kohl II: Grünkohl & andere Dickköpfe Liebe geht durch den Wok (2) Liebe geht durch den Wok (3) Manche mögen′s scharf mit Pfeffer Marmelade und ihre zuckrigen Geschwister Meeresfrüchte - Vom Charme des Meeresbodens Mythos Muschel - Fleisch und Schale gewordene Meeresbrise Nach dem Hunger kam der Appetit Niedrigtemperaturgaren: Zarter geht′s nicht. Nudeln - Das Glück der Einfachheit Pasta - Phantasie aus Mehl, Eier und Salz Pfefferaroma gibt es nur frisch gemahlen Richtig Frittieren Risotto - Sämig, sahnig, superissimo Süßwasserparadies Bayern und Franken Salat - von der Sättigungsbeilage zum kulinarischen Hochgenuß Salate III - Feine Kost für jede Lebenslage - Was Herzhaftes, was Delikates, was Edles .. Selbstgemachte Pasta mit der Nudelmaschine So schmeckt der Sommer: Drei herrliche Sommersaucen Spätzle (Schbädzla) - die schwäbische Kunst der Nudelzubereitung Spargel & Erdbeere Spargel - Wissenswertes über die edlen Stangen Wildbeeren Wilde Kostbarkeiten aus Wald und Flur Wir gehen in die Pilze ABC des Kochens American Sweethearts - Liebesgedichte aus Zucker, Butter und Mehl Barbecue oder Wenn die Rauchzeichen aufsteigen Brot - Das elementarste Lebensmittel der Welt Cocktails rühren oder schütteln? Die Pflaume - Eine Reminiszenz an den Spätsommer Fleisch I: Vom Ur-Ochsen zum Kobe-Steak Französische Klassiker (5): Canard à l´Orange Frisch aus dem Kräutergarten Kürbisherbst Kaffee & Espresso - Die ewig junge Liebe zur braunen Bohne Mythos Schampus Regionales Gemüse Salat I: Er grünt so grün in Beet und Küchengarten Salat II: Salate aus heimischem Gemüse