KochForm Freude am Kochen - kochen mit Freunden

Spätzle (Schbädzla) - die schwäbische Kunst der Nudelzubereitung 

Spätzle - die schwäbische Kunst der Nudelzubereitung

Spätzle (Schbädzla) - die schwäbische Kunst der Nudelzubereitung

Spätzle, auch Spatzen genannt, werden als Beilage oder auch als Hauptgericht serviert. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden sie erstmals urkundlich erwähnt. Doch es ist davon auszugehen, dass die „Schwäbischen Nudeln“ schon wesentlich früher ihre Verbreitung gefunden haben. Da die Schwaben in jener Zeit sehr arme Leute waren, wurden die Spätzle ein beliebtes Nahrungsmittel, weil sie billig und einfach herzustellen, vielseitig einsetzbar und außerordentlich nahrhaft und schmackhaft sind. Außer im Schwabenland sind die Spätzle vor allem im alemannischen Raum von Baden, Bayern, Tirol und Vorarlberg sehr begehrt.

Das Grundrezept für schwäbische Spätzle

Das Grundrezept für den Teig der haus- und handgemachten Spätzle besteht aus den folgenden Zutaten: grobkörniges Weizenmehl, Eier, Salz und lauwarmes Wasser. Um einen Spätzleteig für ein Gericht für 4 Personen vorzubereiten, werden 500 g Mehl, 5 Eier, ca. 200 ml lauwarmes Wasser und 2 Teelöffel Salz benötigt. Durch Zugabe von Dinkelmehl und feinem Grieß ergibt sich eine bessere Verarbeitung der Spätzle, die auch später im kochenden Wasser die gewünschte Form beibehalten.

Alle Zutaten werden in einer Schüssel ca. 5 Minuten miteinander verrührt. Danach muss die Teigmasse so lange ruhen, bis sie Blasen aufwirft. Danach wird der Teig nochmals kräftig durchgerührt. Wenn der Teig zähflüssig ist, hat er seine optimale Konsistenz.

Spätzle (Schbädzla) - die schwäbische Kunst der Nudelzubereitung

Herstellungsarten und Werkzeug

Spätzlebrett und Schaber
Das aus unbehandeltem Holz produzierte Spätzlebrett ist ca. 20 cm lang und 10 cm breit. Beim Schaben wird das Spätzlebrett kurz in das kochende Wasser getaucht und anschließend mit der zähflüssigen Teigmasse bestrichen. Mit dem aus Metall bestehenden Schaber werden kleine Teigstücke in das kochende Wasser geschabt.

Spätzlepresse („Spätzleschwob“)
Eine Spätzlepresse gleicht einer großen Knoblauchpresse. Mit einer speziellen Halterung wird die Presse am Topf angebracht, nachdem vorher die Teigmasse eingefüllt wurde. Die beiden Arme der Presse werden zusammengedrückt, sodass die Spätzle direkt in das kochende Wasser fallen.

Spätzlehobel
Der Spätzlehobel ähnelt einer Käsereibe mit aufgesetztem Wagen. Er ist rechteckig und besitzt Löcher mit einem Durchmesser von ca. 1 cm. Darauf sitzt ein in einer Schiene befestigter Wagen, welcher mit der Teigmasse gefüllt wird. Durch Hin- und Herziehen des Wagens werden die Spätzle in das kochende Wasser gedrückt.

Spätzlesieb
Das Spätzlesieb wird zunächst in das kochende Wasser getaucht, bevor es mit Spätzleteig gefüllt wird, damit dieser nicht daran festkleben kann. Mittels eines Teigspatels wird der Teig durch die Sieblöcher in den Topf mit heißem Wasser gedrückt.

Spätzle (Schbädzla) - die schwäbische Kunst der Nudelzubereitung

Passiermühlen („Flotte Lotte“)
Eine Passiermühle mit einem besonderen Spätzleeinsatz ausgestattet ist ebenso für die Zubereitung von Spätzle geeignet. Die einzelnen Löcher des Einsatzes sind im Durchmesser etwas größer als die beim Spätzlehobel.

Spätzle-Hex
Für die rasche Zubereitung von Spätzle ist die Spätzle-Hex sehr gut geeignet. Sie besitzt drei austauschbare Einsätze, sodass sich runde, dünne, dicke oder wie von Hand geschabte Spätzle anfertigen lassen.

Leckere Spätzlerezepte

Gemüse-Spätzle-Auflauf (4 Personen)

Zutaten:
250 g Spätzle, 150 g geriebenen Käse, 150 g geräucherten Schinken (gewürfelt), 0,15 l Sahne, 2 Eier, 250 g Karotten (gewürfelt), 250 g Zucchini (gewürfelt).

Zubereitung:
Die Spätzle kochen. Das Gemüse andünsten und mit den Spätzle und 2/3 des geriebenen Käses und Schinkens vermischen. Das Ganze in eine Auflaufform geben. Salz, Pfeffer, Sahne und die Eier verrühren und darüber gießen. Alles ordentlich durchmischen. Restlichen Käse darüber streuen. Etwa 30 Minuten bei 225° C im Ofen backen.

Spätzle (Schbädzla) - die schwäbische Kunst der Nudelzubereitung

Käse-Spätzle-Pfanne (2 Personen)

Zutaten:
400 g Spätzle, 150 g gekochter Schinken, 170 g Champignons, 1 Zwiebel, 150 g geriebenen Käse, Petersilie.

Zubereitung:
Die Spätzle kochen. In der Zwischenzeit Schinken- und Zwiebelwürfel schneiden. Zwiebeln in etwas Fett dünsten. Schinken und Champignons dabei geben und 5 Minuten braten lassen. Salz, Pfeffer und Petersilie darüber streuen und zusammen mit den Spätzle in der Pfanne vermischen. Mit dem geriebenen Käse bestreuen und den Käse schmelzen lassen.

Käsespätzle mit Röstzwiebeln (4 Personen)

Zutaten:
400 g Spätzle, Salz, 100 g Butterkäse am Stück, 150 g Gouda am Stück, 2 Zwiebeln, 2 - 3 Esslöffel Mehl, 1/2 Bund Petersilie, 2 Esslöffel Öl

Zubereitung:
Die Spätzle kochen. In der Zwischenzeit beide Käsesorten grob raspeln. Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden und in Mehl wenden. Petersilie in Streifen schneiden. Spätzle und Käse mischen und eine Auflaufform damit befüllen. Im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen. Zwiebeln bei mehrmaligem Wenden goldbraun braten. Käsespätzle mit gerösteten Zwiebeln belegen und mit Petersilienstreifen bestreuen.

 Zutaten Alles gelingt im Römertopf - Einfache Rezepte Am Anfang war die Nudel Brot selbst backen Das feine Geschenk der Götter: Schokolade Das Geheimnis liegt in der Sauce! Das Salz in der Suppe Der Apfel - von der biblischen zur kulinarischen Verführung Der Sonntagsbraten Die alte Liebe zu jungem Gemüse. Die Kokosnuss Die Tomate - ein Star in der Küche Die Welt der Gewürze Exotische Früchte Fleisch II: Das Schwein und seine kulinarischen Perlen Fleisch III: Neues von Lämmchen und Böckchen Fleisch IV: Auf Herz & Nieren Fleisch V: Aus der Würstlküche Fleisch VI: Best of Hausgeflügel Fleisch VII: Federwild Flunder, Flussaal und Makrele Garen mit der Niedrigtemperatur-Methode: Gesund und aromatisch In Fonds investieren Kichererbsen & Saubohnen Kohl I: Kraut rot/weiß Kohl II: Grünkohl & andere Dickköpfe Liebe geht durch den Wok (2) Liebe geht durch den Wok (3) Manche mögen′s scharf mit Pfeffer Marmelade und ihre zuckrigen Geschwister Meeresfrüchte - Vom Charme des Meeresbodens Mythos Muschel - Fleisch und Schale gewordene Meeresbrise Nach dem Hunger kam der Appetit Niedrigtemperaturgaren: Zarter geht′s nicht. Nudeln - Das Glück der Einfachheit Pasta - Phantasie aus Mehl, Eier und Salz Pfefferaroma gibt es nur frisch gemahlen Richtig Frittieren Risotto - Sämig, sahnig, superissimo Süßwasserparadies Bayern und Franken Salat - von der Sättigungsbeilage zum kulinarischen Hochgenuß Salate III - Feine Kost für jede Lebenslage - Was Herzhaftes, was Delikates, was Edles .. Selbstgemachte Pasta mit der Nudelmaschine So schmeckt der Sommer: Drei herrliche Sommersaucen Spätzle (Schbädzla) - die schwäbische Kunst der Nudelzubereitung Spargel & Erdbeere Spargel - Wissenswertes über die edlen Stangen Wildbeeren Wilde Kostbarkeiten aus Wald und Flur Wir gehen in die Pilze ABC des Kochens American Sweethearts - Liebesgedichte aus Zucker, Butter und Mehl Barbecue oder Wenn die Rauchzeichen aufsteigen Brot - Das elementarste Lebensmittel der Welt Cocktails rühren oder schütteln? Die Pflaume - Eine Reminiszenz an den Spätsommer Fleisch I: Vom Ur-Ochsen zum Kobe-Steak Französische Klassiker (5): Canard à l´Orange Frisch aus dem Kräutergarten Kürbisherbst Kaffee & Espresso - Die ewig junge Liebe zur braunen Bohne Mythos Schampus Regionales Gemüse Salat I: Er grünt so grün in Beet und Küchengarten Salat II: Salate aus heimischem Gemüse